2016

JVA Zeithain

Die gestohlene Zeit

Projektleitung /Regie: Jacqueline Hamann / Uwe Ziegler
Assistenz: Daniela Herfurth
Bewegungstraining/Choreografie: Nora Schott
Video: Svea Duwe
Musik: Arne Müller / Sounds und elektronische Musik
Licht: Steffen Huhn
Maske: Daniela Herfurth / Simone Thiel

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Zuerst kam ein Wind – ein kleiner Luftzug kaum zu spüren – und ehe man sich´s versah brach er aus – der Sturm – mit aller Gewalt, die er in sich trägt wehte über alles hinweg und nahm sich die Zeit – die Überflüssige, die Verschwendete ,die Nicht Genutzte, die Zeit, die in der Regel immer zu schnell vergeht und manchmal einfach stillzustehen scheint.
Und auf einmal ist alles anders, ist sie nicht mehr da, einfach gestohlen…

Für 11 Wochen haben sich 17 inhaftierte Männer der JVA Zeithain auf eine kurze und doch sehr zeitintensive Reise in die Welt des Theaters begeben, um gemeinsam ein neues Theaterstück zu entwickeln.

Die JVA Zeithain ermöglicht bereits seit vielen Jahren anspruchsvolle Theaterprojekte mit Inhaftierten, welche regelmäßig vor öffentlichem Publikum aufgeführt werden. Dennoch ist der Rahmen der diesjährigen Arbeit selbst für die JVA Zeithain ein außergewöhnlicher und sehr spannungsreicher. Denn das Projekt bindet sich an das Gedenkjahr »Wandel hinter Gittern – 300 Jahre Gefängnis Waldheim. 300 Jahre sächsische Vollzugsgeschichte«und wird auch dort im Rahmen der Tagung „Vollzug für das 21. Jahrhundert “ seine Premiere feiern.
Insofern liegt es nahe, sich inhaltlich auch mit dem Thema Strafvollzug zu beschäftigen, um ein eigenes Bild zu entwerfen und den Vollzug in seinem jetzt zu begreifen und nach neuen Möglichkeiten und Entwicklung zu fragen und vor allem nach der Zeit, die man nutzen kann oder auch nicht.
Zeit als Metapher für verlorenes Leben oder die Möglichkeit sinnvolle und positive Lebensqualitäten auch in schwierigen Zeiten zu finden und daran zu wachsen.

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Angelehnt an die Theater- und Familienarbeit der JVA Zeithain will das Projekt eine künstlerische Antwort auf die Frage nach einem modernen Strafvollzug geben und baut dokumentarische Videosequenzen neben märchenhaft poetische Bilderwelten in das Stück ein. Das Projekt will zum Nachdenken anregen, Zeit im Vollzug sinnvoll zu gestalten und Räume zu schaffen, für neue Erfahrungen und Begegnungen mit sich selbst und dem Gegenüber, mit der eigenen Familie. Theater als eine Möglichkeit für einen Moment aus dem Haftalltag zu entfliehen und sich in neue soziale Räume zu begeben für das eigene innere Kind und für die Kinder, deren Väter inhaftiert sind, für gesellschaftliche Verantwortung und für ein Leben nach der Haft.

„Die Zeit zurückholen? Ja ich glaube, dass ich das schaffen kann! Auf jeden Fall! Ich schaffe das!“

Fr, 15.4.2016 ab 19:00 Uhr Öffentliche Aufführung in der JVA Zeithain

Sa, 16.4.2016 ab 18:30 Uhr Öffentliche Aufführung in der JVA Zeithain

JVA Dresden

WEITES FELD. DIE ABENTEUER DES PINOCCHIO

pinocchio

 

 

 

 

Theater. Gesang. Texte. Bühnenobjekte Es spielen Gefangene der JVA Dresden
Da ist einer, der hat Sehnsucht nach jemandem, mit dem man durch die Welt ziehen und dem man vertrauen kann.
Und so erschafft er sich einen Freund: Pinocchio.
Aber Pinocchio zieht es hinein ins Abenteuer. Allein! Überall lockt das Vergnügen.
Auf einem weiten Feld, in einem Puppentheater, am Wegesrand. Da erzählen einem Fuchs und Kater, wie man aus wenigen Goldmünzen viele macht. Da gibt es dieses Land, in dem man nur Spaß haben kann. Und doch nimmt sich Pinocchio immer wieder vor, alles anders zu machen …

Öffentliche Aufführungen:
Premiere 16. September 17.00 Uhr
17. September 18.00 Uhr + 21. September 18.00 Uhr
23. September 17.00 Uhr + 25. September 18.00 Uhr

KUNST IM BAU – THEATER IN DER JVA
Justizvollzugsanstalt Dresden, Hammerweg 30, 01127 Dresden