Drogenprävention

JVA Zeithain

tanztheater_crystalDie Folgen von langjährigem Konsum sind fürchterlich. Der körperliche und seelische Verfall führt dazu, dass das Empfinden von Freude, Nächstenliebe und Seelenruhe nur noch in der Verbindung von Suchtmitteln möglich scheint. Das Beschaffen und der Konsum von Suchtmitteln wird zum absoluten Lebensmittelpunkt, alles andere (Arbeit, Familie, Gesundheit) steht hinten an.
Im Justizvollzug sind die Themen Sucht, Drogenkonsum und deren Beschaffung omnipräsent. Speziell die Droge „Crystal“, ein Metamphetamin, welches in Sachsen sehr verbreitet ist gilt als besonders heimtückisch und gefährlich, denn es ist hochpotent, relativ billig und macht sofort abhängig.

In der JVA Zeithain wurde eine Suchttherapeutische Station geschaffen, speziell für Inhaftierte, die Crystalabhängig sind. Überdies entstehen im Kreativzentrum in Zusammenarbeit mit der Suchtberatung der JVA Zeithain verschiedene Filme, Projekte und biografische Texte, die in der Drogenprävention verwendet werden.
Ziel ist es, aufzuklären: Es ist verständlich, dass sich junge Menschen für Drogen interessieren, aber in manchen Fällen reicht der einmalige Versuch um Jahre zu verlieren und Erfahrungen zu machen, die man nicht mehr los wird. Oder wie einer der Inhaftierten es ausdrückt: „Ich rate sehr dazu lieber mit der ungestillten Neugier zu leben, als mit den Folgen der Sucht.“

Crystal – Variationen über Rausch

Am 21.10.2014 war das Junge Theater Leipzig mit der prämierten Tanztheaterproduktion „Crystal – Variationen über Rausch“ zu Gast in der JVA Zeithain. Ein Gastspiel vor ca. 70 Inhaftierten, die meisten davon mit einer akuten Suchtproblematik.
Ein beeindruckendes Ereignis, welches noch lange nachwirkte.

Crystal – tödliches Glück

Ein Auszug aus einer Lesung zweier Inhaftierten, die einen Großteil ihres Lebens dem Drogenkonsum opferten und dabei unbeschreibliche Abgründe erlebten.

Hier die ganze Geschichte zum download:
Crystal – tödliches Glück